Bahnpolizei der Deutschen Bundesbahn
  Bahnpolizeieinsatz "Aktion Lindwurm"
 
Großeinsatz der Bahnpolizei
Transportauftrag: "Aktion Lindwurm"
12.September bis 19.September 1990

Abzug der chemischen Waffen aus der Bundesrepublik
                       D e u t s c h l a n d

Vorwort/Einleitung:

Nach langer Überlegung und Recherchen dieses groß-
artigen Bahnpolizeieinsatz bin ich und auch eine kleine
Gruppe von ehem. Bahnpolizeibeamten zu dem Ergebnis gekommen, auch auf dieser Bahnpolizei-HP
diesen Transportauftrag der Deutschen Bundesbahn
aufzuzeigen und ins Gedächtnis zu rufen.
Fünf Jahre habe ich Material gesammelt, Material aus
öffentliche Schriften, aber auch Material von der Bahnpolizei.
Nach Gesprächen mit einigen Personen bin ich der
Meinung, da ja über diesen Abtransport alles veröffentlicht wurde (nachgewiesen), daß ich hier ebenso die Geschichte, Daten und Fakten darstellen darf.
Bei diesem Einsatz wurde von Seiten der Bahnpolizei
eine hervorragende Arbeit geleistet.
In etlichen Zeitungsberichten aus Regionalzeitungen aber auch von DB-Hobbyzeitschriften und anderer DB-Zeitungen habe ich mir einige Daten herausgeschrieben.

Vorgeschichte für den Transportauftrag "Lindwurm":
Ausschlaggebend für den Abtransport der chemischen Waffen aus der BRD war ein Zusammentreffen im
Mai 1986 von unserem ehem. Bundeskanzler
Dr. Helmut Kohl und dem damaligen amerikanischen
Präsident Ronald Reagan am Rande des Tokyoer
Weltwirtschaftsgipfel.
Hier wurde vereinbart, daß die in der BRD lagernden
Bestände an amerikanischen chemischen Waffen bis
spätestens 1992 vollständig und ersatzlos abgezogen
und außerhalb der BRD vernichtet werden sollen.
Außerdem wurde hier noch gesagt, daß keine neuen
chemischen Waffen im Frieden in der Bundesrepublik
Deutschland stationiert werden.

Der amerikanische Außenminister hat am 06.03.1989
in Wien die Weisung von Präsident George Bush sen.
bekanntgegeben, nach Wegen zu suchen, um den Abzug der chemischen Waffen aus Deutschland zu beschleunigen.
Mit dieser Entscheidung folgte die amerikanische Regierung einer entsprechenden Bitte der Bundesre-
gierung.
Nach enger und sorgfältiger Zusammenarbeit der Regierungen und Institutionen von Amerika und Deutschland entstand der Plan des Abtransportes.
Nach Beratungen der gesetzl. Vertretungen wurde gemeinsam mit den Amerikanern als Termin für den
Abtransport der chemischen Waffen der Sommer 1990
ausgewählt.



Spezialbehälter/Container



Lagerung und Zustand der chemischen Waffen:
Um was handelte sich es da überhaupt?
Es handelte sich um Artilleriegranaten der Kaliber
155 mm und 203 mm. Diese Granaten enthielten in einer dickwandigen Geschoßhülle aus massiven Stahl
die chemischen Kampfstoffe:
VX oder Sarin.
VX ist ein seßhafter, Sarin ein flüchtiger Nervenstoff.
Nervenkampfstoffe stören die Signalübermittlung an den
Synapsen, was zu Krämpfen und Atemlähmung führt.
Zu ihnen zählen Sarin, Soman Tabun und VX.
Sie können nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut aufgenommen werden, sodass Gasmasken alleine nicht schützen. Das wichtigste Gegenmittel ist Atropin, das Gift der Tollkirsche.
Jeder Bahnpolizeibeamte beim Sondereinsatz
Lindwurm hatte eine Spritze mit Atropin dabei!

Auftrag und Einsatz:
In der Zeit zwischen dem 12.Sept. und dem 19.Sept.1990 mußte die "Deutsche Bundesbahn"  den heikelsten Transportauftrag ihrer Geschichte
bewältigen.
 

Der Auftrag lautete:
Transport von 102 000 Giftgasgranaten, gefüllt mit ca.
400 t Nervengas vom pfälzischen US-Depot Miesau bis zum Nordseehafen Nordenham-
Die Granaten wurden fachgerecht in dichte Spezialkapseln gepackt und weiter in Spezialstahlbehälter gestellt.
Diese wurden in Paletten verschnürrt und in Bahncontainer gestellt, welche grün lackiert wurden.
Aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen und Unabhängigkeit vom Stromnetz wurden die Spezialzüge mit Doppeltraktion der Diesellokomotive BR 218 ge-
fahren.
Die Loks stammten aus Beständen der Bw´s
BD Karlsruhe  München und Nürnberg.

Zugbildung:
2x 218er Diesellok, 2 Begleitwagen mit Soldaten und
Bahnpolizei, 1 blauer Beobachtungswagen der Gattung
Pwg mit Aussichtskanzel (Umbau aus einem dreiachsigen Umbauwagen der Reihe B3yg),
1 Flachwagen mit Begleitfahrzeug, 10 Containerwaggons mit je 2 Containern, 1 Reisezug-u.
1 Gepäckwaggon, 1 Flachwagen mit Feuerwehrfahrzeug, 1 leerer Containerwaggon, 10 Containerwaggon mit je
2 Container und am Zugschluß nochmal 2 Reisezug-
waggons mit Bp-Beamte. Länge 650 Meter



Bahnpolizeibeamte mit Zugführer an der Spitze des CW-Zuges




aus dem CW-Zug raus









Eines der beiden CW-Züge  Bild 1








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Zugbildung Begleitzug:
Der Begleitzug bestand aus mehreren speziellen Reisezugwagen der
Gattung B.  zum Teil mit Antennen sowie mindestens 2 Packwagen der
Gattung MD.  550 Meter lang!
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Die Routen wurden bezeichnet: rot, grün und blau
Die Routen durch das Ruhrgebiet wurden nicht benutzt.
Alle CW-Züge fuhren die Route rot.
Sie führte über Ludwigshafen, Worms, Darmstadt, Aschaffenburg, Gießen, Kassel, Löhne und Bremen.
Die Abfahrt der Züge ab Miesau war für ca. 17.00 Uhr geplant.
Die Einsatzzentrale im Bahnhof Einsiedlerhof meldete folgende Zeiten
an verantwortliche Bp-Kräfte (Führungskräfte):
CW 1   17.30 Uhr,    CW 2 17.38 Uhr + 2  Begleitzug 17.48 Uhr Plan

Alle Züge fuhren im kurzen Abstand ab und sollten zueinander verkehren.
Die Regel lautete erst fahren die beiden CW-Züge und dann folgte der
Begleitzug.
Ankunft in Nordenham war gegen 05.00 Uhr morgens vorgesehen.
Bahnpolizeibeamte aus einigen Bundesbahndirektionen wurden für den
Einsatz eingeteilt und vorbereitet.
Beispielsweise bekamen Bp-Beamte Einweisung bei der Bundeswehr
in Sachen ABC-Masken und ABC-Schutzausrüstung:



Bahnpolizeibeamte bei der Einweisung ABC-Ausrüstung



BHS im Bahnpolizeidienst Eyll bei der Anprobe der
ABC-Maske



mehrere Bp-Beamte bei der Anprobe der ABC-Maske
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Aufgaben der Bahnpolizei:
Zur Anwendung kam natürlich die DS 470 RnS
"Reisen nach Sondervorschrift"
Die Aufgaben der Bahnpolizei waren:
-Bewachen der abgestellten CW-Züge
-Organisation der Einsatzleitung im Bahnhof Einsiedler-
  hof
-Begleiten und sichern der CW-Züge
-Absichern und Überwachung der Strecke sowie der
 durchfahrenen Bahnhöfe, Brücken-Unterführungen
 sowie Überwachung von Streckenteilen an gewissen
 Brennpunkten
-Sicherungs-und Ordnungsaufgaben an den Großbahn-
 höfen;

Eingesetzte Bahnpolizeibeamte aus den einzelnen
Bundesbahndirektionen:
(nicht mitgerechnet die Bpb die an den Großbahnhöfen Ordnungsdienst leisteten)
Abgeordnet und eingeteilt wurden Bahnpolizeibeamte aus den
Bundesbahndirektionen:
BD München 42 Bpb,  BD Stuttgart 24 Bpb,  BD Köln 32 Bpb,
BD Nürnberg 54 Bpb,  BD Essen 45 Bpb, BD Hamburg 40 Bpb,
BD Karlsruhe 19 Bpb, BD Frankfurt 26 Bpb;
Die Kollegen der Heimat-BD Saarbrücken übernahmen den kompletten
Einsatz "Rund um Miesau und Einsiedlerhof" dies waren 106 einegesetzte
Bahnpolizeibeamte;

Im Einsatzbefehl für jeden Bpb war folgende Uniform vorgeschrieben:
Diensthose (grau), Diensthemd (grau), Tuchjacke/Anorak, Dienstmütze
(weiß), Regenmantel
Ausrüstung: Schußwaffe (geladen), RSG, Handschellen, ABC-Schutz-
ausrüstung ;

Die Einsatzzentrale befand sich wie schon erwähnt im Bahnhof
Einsiedlerhof-Von dort aus wurde alles koordiniert.
Funkrufname wurde "Staufer" gewählt-Die EZ Einsiedlerhof hatte den
Runfamen "Staufer 111"



Brustabzeichen von der Aktion Lindwurm



Kleine Andenken an den Einsatz



Funkzentrale im Zug-gemischt aus BGS-Beamte,
Bahnpolizeibeamte und Soldaten der Bundeswehr und der
US-Streitkräfte



Arbeitsplatz im Befehlswagen des CW


Sanitätsabteilung-Im Falle eines Falles-



Ein wichtiger Mann (Gruppenführer) BOS im Bp-Dienst
mit Funkgerät  Teleport 9 von AEG



BHS im Bp-Dienst B. als Gruppenführer bei Beobachtung
am Fenster (Staufer 310) im CW 2



2 begleitende Bp-Beamte li. BS im Bp-Dienst und re.
BOS im Bp-Dienst



Bahnpolizeibeamter am Oberleitungsmast bei Überwachung
des Streckenabschnittes bei Hauptstuhl;



nochmals ein größeres Bild von der Funkzentrale im Zug



Funkzentrale im Zug (CW 2)
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Gruppe Staufer 310 vom CW 2



Route der CW-Züge



"Reklame " muß auch sein-hier die Gruppe Staufer 310
im Gepäckwagen mit selbstgemachten Transparent



Die Gruppe "Staufer 310" mit Gruppenführer K. Brucker
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Es folgt eine Bilderreihe von Horst Bläsius
ehem. BOS im Bp-Dienst-Bahnpolizeiwache Saabrücken



Hier zeigt uns BOS im Bp-Dienst H. Bläsius das Zuglaufschild
für den CW-Zug, das extra angefertigt wurde.
Hier kommt auch zum Ausdruck, daß der Einsatz eine Sache
der Bahnpolizei zum größten Teil war



Gesamteinsatzleiter am EA 1 Unterabschnitt UA 1
Bahnhof Einsiedlerhof-Bundesbahnamtsrat im Bp-Dienst Franz Lengert
ehem. Bp 1 bei der HG Grp Bp in der BD Saarbrücken



In dem weißen Gebäude (Bahnhof Einsiedlerhof) befand sich
während des Einsatzes die Einsatzleitstelle
Funkrufname Staufer 111



Hier in der Einsatzleitstelle im Bf Einsiedlerhof EA 1
Unterabschnitt U A 1



Einsatzleitstelle-die Vorbereitungen sind im vollen Gange



Bahnpolizeibeamte am EA 1 Unterabschnitt UA 1
Bahnhof Einsiedlerhof warten gepannt auf den ersten CW-Zug



Bahnhof Einsiedlerhof



Die Waffenkammer wurde ebenfalls im Bahnhof Einsiedlerhof
eingerichtet. Hier wurden sämtliche Waffen, Munition und Funk-
geräte untergebracht und an die Bp-Beamte zum Einsatz
ausgegeben.



In den leeren Fächer wurde von jedem Bpb die Pistole
reingeschoben und jeder bekam, wenn er die Pistole abgab eine
Marke.



BBi im Bahnpolizeidienst Willi Becker hat alles im Griff.
Man sieht ein paar Pistolen in den Fächern von Kräften die
nicht im Einsatz sind



Am Bp-Einsatz beteiligte Bp-Beamte am Bahnhof
Einsiedlerhof
alle warten gespannt auf den ersten CW-Zug



Die Funktechniker der Bahnpolizei



Die leeren CW-Züge waren am Bahnhof Einsiedlerhof
abgestellt-sie wurden "Rund um die Uhr" von der Bahnpolizei
überwacht.  Zum Zuge kam hier die DS 470  "RnS"



Die abgestellten CW-Züge im Bahnhof Einsiedlerhof
teilweise mit Bundeswehrfahrzeugen schon bestückt



Teile des CW-Zuges und des Begleitzuges



Teile des CW-Zuges mit Fahrzeugen der Bundeswehr
und Flachwagen die noch leer sind



hier im Bild die noch leeren Waggons der CW-Züge



Die abgestellten Züge wurden leer in das Munitionsdepot
nach Miesau gefahren, wurden dort bestückt und anschließend
auf die Reise geschickt;




Diensthundeführer der Bahnpolizei bei Überwachung und
Bestreifung der abgestellten Zuggarnitur (Begleitzuges)



Der Bp-Diensthund kontrolliert die Waggon´s  gründlich



Begleitzug (Befehlszug) iM Containerbahnhof
Einsiedlerhof



Blick von oben auf die Bahnanlagen


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Wir befinden uns hier im Anschlußgleis Miesau
Die V-Lok (Diesellokomotive) bringt die leeren Waggons
in das Munitionsdepot! Hier werden die CW-Züge dann für
die Fahrt nach Nordenham gebildet.




Der erste CW-Zug rollt aus dem Munitionsdepot von Miesau.
Die CW-Züge machen dann kurz halt im Bahnhof Einsiedlerhof
und setzen ihre Fahrt fort nach Nordenham



Bahnpolizeibeamter (Diensthundeführer) mit Diensthund
bei Überwachung der Bahnstrecke



CW 1 mit Doppeltraktion 218 rollt in Richtung Bahnhof
Einsiedlerhof



Im Bild der Wagen 43 Aussichtswaggon-bestzt mit Bpb
der die Strecke im Blick hat



Hier die Containerwaggon´s  mit der Spezialfracht



Mittendrin im Geschehen-der "Bahnpolizeireporter"
Horst Bläsius (BOS im Bp-Dienst) Bp-Wache Saarbrücken
der alles fotografierte und filmte.
Er dokomentierte den gesamten Einsatz



Brückenbewachung d. Kräfte der Bahnpolizei
Strecke von Miesau nach Einsiedlerhof



Strecken-und Brückenüberwachung durch die Bahnpolizei



Im Bild CW-Zug 1 im Bf Einsiedlerhof



Bp-Beamte mit Einsatz-Kfz VW-Pssat Variant
Bahnpolizeiwache Saarbrücken



Zufahrtskontrolle auf das Bahngebiet durch Beamte der
Bahnpolizeiwache Saabrücken



Bahnpolizeibeamte bei Überwachung des CW-Zuges



Bundeswehrsoldaten bei ihren Fahrzeugen



Bahnpolizeidiensthundeführer mit ihren Diensthunden beim
Überwachen und Absichern der Bahnstrecke
Reporter der Regionalpresse sind vor Ort, um das Geschehen
für die Allgemeinheit festzuhalten und zu berichten.



Die " 2 alten Hauptsekretäre" haben alles im Griff
Bewachung und Absichern des Bahnkörpers



Überwachung des CW-Zuges bei der Durch-bzw. Abfahrt



Die Spezialcontainerwagen




Absicherung der Strecke durch Bpb



Noch den Kollegen nachgewunken





Ab Bahnhof Einsiedlerhof fuhren die Innenminister der
Länder Rheinland/Pf.  und Hessen sowie der amerikanische
Botschafter mit.



Salonwagen für die Ehrengäste



BAmtm im Bp-Dienst N. und ein Kollege der Bp-Wache
Saarbrücken begutachten den Salonwagen




Hochbetrieb in der Einsatzzentrale im Bahnhof Einsiedlerhof




In der Einsatzzentrale im Bahnhof Einsiedlerhof laufen die
Drähte heiß:  Sämtliche Meldungen gehen dort ein.
re. im Bild: BBi im Bp-Dienst J. hat alles im Griff.
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Beispiel eines Funkspruches bzw. Anforderung für eine Batterie für
ein Funkgerät:

Staufer 301 (CW 2 Wagen 41) von Staufer 370/2 (Wagen 69) kommen

Staufer 301 hört.

Ist es möglich, daß wir i. Bahnhof Einsiedlerhof Batterien für das Funkgerät
bekommen ?

Da alles über die Einsatzzentrale im Bahnhof Einsiedlerhof abgewickelt wurde, ordert Staufer 301 die Batterien über Staufer 111:

Staufer 111 (Einsatzzentrale i. Bahnhof Einsiedlerhof) von Staufer 301
kommen.

Hier Staufer 111

Staufer 111 wir benötigen am Wagen 69 Batterien für Funkgerät, da diese
defekt oder entleert sind!!

Richtig Staufer 301 die Batterien werden hergerichtet und dann am Wagen
69 übergeben!!!

Verstanden -Ende mit Staufer 111
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2 Bpb bei Überwachung u. Bestreifung
der CW-Züge


 
Ausgabe von Pistolen und Funkgeräten
auch in der Waffenkammer herscht Hochbetrieb



Innenansicht des "Aussichtswagen"



Hier sehen wir einen Bpb in der Aussichtskanzel
Der Bpb hat die ganze Strecke im Blick
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Die letzten Lindwurmbilder



Frühstück in Nordenham für die Einsatzkräfte



Verabschiedung der Bp-Kräfte im Bahnhof Kaiserslautern
li. BOI im Bp-Dienst Norbert W. und BOI im Bp-Dienst M.
mit Gruppenführer "Staufer 310"  Klaus B.




  BOI im Bp-Dienst M.
verabschiedet am Bahnhof Kaiserslautern den Kollegen



re. BOI im Bp-Dienst Norbert W.  verabschiedet auch die Kollegen am Bahnhof



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Es folgt eine Bilderreihe von Herbert Gunzelmann
                    ehem. Bahnpolizeiposten
                         B  A M B E R G



US-Botschafter Mr. Vernon A. Walters
Er begleitete die Aktion Lindwurm im Salonwagen



Bahnpolizeibeamte aus Franken vor ihrem Hotel
"Auf geht´s  zum Einsatz"



li. BOS im Bp-Dienst Gunzelmann bei Begleitung im
Befehlszug



Bei Verpflegung aufnehmen



Herbert G., BOS im Bp-Dienst nimmt sich seine
Verpflegung



li. BOS im Bp-Dienst Gunzelmann mit Kollegen im
Containerbahnhof vorm Befehlszug



Hier im Hafen in Nordenham -Das Transportschiff im Hintergrund-




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Geschwindigkeitsheft für diese Aktion Lindwurm
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Bundesbahnsekretär im Bahnpolizeidienst H.P.
Müller von der Bahnpolizeiwache Regensburg war
auch am Einsatz beteiligt;



Eine Info von der Homepage des ehem. BOS im Bp-Dienst Gerhard Kulawenski:

Thema: Bahnpolizeistelle Nordenham eingerichtet

Der Bahnhof Nordenham spielte eine besondere Rolle. Etwa alle vier Wochen wurden hier Transportgüter vom Schiff auf Güterzüge beladen, die die Bahnpolizei auf Schiene und Straße begleitete. Der damalige Bahnpolizeiposten Bremerhaven wurde jeweils für eine Woche hier ausgelagert. Es wurde quasi eine Bahnpolizeistelle "Nordenham" eingerichtet.
Aber auch die Beamten der Bahnpolizeiwache Bremen Hbf mussten hier ran.
Die Bp-Stelle "Nordenham" war mind. immer mit 2 Bpb besetzt.
Zeitgleich wurde jeder Zug begleitet. Da kamen schon mal pro Nachtschicht 600 km  zusammen.
Auch bei der Aktion "Lindwurm" hatte diese Bp-Außenstelle eine besondere Bedeutung.
Die Beamten der Bahnpolizei-Außenstelle "Nordenham" überwachten und begleiteten die Umladung von den Zügen bis zum Hafen.

Quelle: Nordwindinfo  (Gerhard Kulawenski, ehem. BpW Bremen)
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DAS-Karten der Bahnpolizeiwache Bremen Hbf für den Bereich Nordenham
aus dem Archiv von Gerhard Kulawenski, BpW Bremen Hbf



Frühstreife






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1990   "Aktion Lindwurm"   vor 25 Jahren


2 0 1 5    "Aktion Lindwurm"    auf der Modellbahnanlage des Webmasters in Spur -N-   Maßstab 1:160

Was bisher geschah



Einrichten der Bahnpolizei-Einsatzleitstelle im Teil eines Bf-Gebäudes

Die Vorbereitungen für die Transportfahrten laufen im vollem Gange





Die Lokomotiven der Baureihe (Diesellok 218) sind teilweise schon überführt
oben: Teil des Begleitzuges (Befehlszuges) steht bereit
           Der CW 1 ist soweit von der Zugzusammenstellung fertig, nur ein
           Fahrzeug der Bundeswehr muß noch lackiert werden





Aussichtswagen Pvg steht bereit- Die abgestellten Züge werden "Rund um die Uhr"  von der Bahnpolizei
bewacht.


Flachwagen für Bundeswehr-Löschfahrzeug
Flachwagen mit CW-Container





Bp-Streife mit VW-Bus (T3) vor Ort




Containerwagen stehen bereit zur Verladung der "Giftgasgranaten"


Zugteile des Befehlszuges (Begleitzuges)
und des CW-Zuges





Die ersten Wagen in der Abstellgruppe im Bahnhof
"Einsiedlerhof"    Bahnpolizei und Lademeister der DB
und Bundeswehr vor Ort.
Die ersten eingetroffenen Bundeswehrfahrzeuge wurden
beladen.



Diesellok der Baureihe 212 rangiert die ersten Wagen des Begleitzuges in die Abstellgleise.
Der Rungenwagen Nr.2 muß ausgetauscht werden.




Flachwagen mit den Spezialcontainer-wird von der Bp gut bewacht




abgestellter CW-Zug im Bahnhof "Einsiedlerhof"
Bahnpolizei sichert und bewacht den Zug






Der Spührpanzer "Fuchs" ist auch schon
zur Verladung eingetroffen




Wir befinden uns hier im Anschlußgleis
"Miesau"
Es sind noch einige Tage zum ersten
Transporttag.
Die abgestellten Zuggarnituren befinden sich noch im Bahnhof "Einsiedlerhof" und werden
Tag und Nacht von der Bahnpolizei bewacht;

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Salonwagen für die Mitfahrt des amerik.
Botschafters ist im 
Bf Einsiedlerhof eingetroffen.
Dieser muß noch in den Begleitzug eingestellt
werden.





Der 
Salonwagen wird heute oder morgen in den Begleitzug eingestellt.





Mittlerweile ist auch der zweite ABC-Spührpanzer "Fuchs" zur Verladung eingetroffen.
Nach und nach werden alle Bundeswehrfahrzeuge verladen und der
Begleitzug kann komplett aufgestellt werden.




Hier die zwei letzten Unimogs für den 
Begleitzug. Es sind jetzt alle Bundeswehrfahrzeuge eingetroffen.
Nur noch verladen und dann die Züge in die richtigen Gleise abstellen.





Verladene Unimogs auf dem Flachwagen




die ABC-Spührpanzer Fuchs sind auch schon verladen








Der Begleitzug wurde zusammengestellt und ist abfahrbereit, Salonwagen wurde gem. Zugbildungsplan
eingestellt;




Wir sehen hier im Bild den hinteren Teil des Begleitzuges mit den Bundeswehrfahrzeugen


1. Transporttag    Sonntag, 16.08.2015:





Nachdem die Dieselloks ins Lager Miesau überführt sind, warten schon alle gespannt auf den ersten CW-Zug;





Die Dieselloks auf dem 
Weg nach Miesau




CW 1 ist auf dem Weg  2x Diesellok 218



CW 1    17.30 Uhr ab Miesau





CW 1 auf dem Weg von Miesau nach Einsiedlerhof





CW 1 fährt im Bahnhof "Einsiedlerhof " ein





alle warten schon gepannt auf den 1. CW-Zug, jetzt fährt er ein





Container mit den "Giftgasgranaten"  VX und Sarin




Die eingesetzten Bahnpolizeibeamten sichern und bewachen die
Streckenabschnitte.
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Nachdem der CW-Zug den "Bahnhof Einsiedlerhof" verlassen hat in Richtung Ludwigshafen und weiter nach Nordenham folgt ihm im Abstand von 8 Minuten der Begleitzug (Befehlszug)




Der Begleitzug ist ebenfalls bespannt mit 2 Dieselloks der Baureihe 218



Der Begleitzug besteht aus mehreren Liegewagen, Packwagen und Flachwagen mit Militärfahrzeugen
wie in "Orginal"















 
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